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MPU, was ist das??

Medizinisch-Psychologische Untersuchung (Begutachtung der Fahreignung)

In der Boulevardpresse sowie in der Umgangssprache ist die MPU unter der Bezeichnung „Idiotentest“ bekannt geworden. Sie wurde im Verkehrsrecht der 1950er und 1960er Jahre vor allem dann gefordert, wenn ein Fahrerlaubnisbewerber zum dritten Mal die Prüfung nicht bestanden hatte. Die gesetzliche Bezeichnung für diese MPU lautet „Begutachtung der Fahreignung“ und wird an einer der akkreditierten „Begutachtungsstellen für Fahreignung“ durchgeführt.

 

Diese Begutachtung gibt eine Prognose zur Verkehrsbewährung des Antragstellers und gilt als Hilfe für Fahrerlaubnisbehörden zur Vorbereitung der Entscheidung über die Entziehung und Neuerteilung der Fahrerlaubnis. Also eine auf Fakten und Erfahrungswissen basierende Wahrscheinlichkeitsaussage, über die Entwicklung des Verhaltens in der Zukunft.

 

Diese Fakten sind im Verkehrszentralregister (Flensburg) und in der Führerscheinakte dokumentiert. Die Prognose ist immer dann günstig, wenn die Zweifel der Fahrerlaubnisbehörde durch die verkehrsmedizinischen und verkehrspsychologischen Befunde ausgeräumt werden können, also belegbare Hinweise auf stabile Verhaltens- und Einstellungsänderungen vorliegen.

 

Vor der Entscheidung über die Neuerteilung der Fahrerlaubnis prüft die zuständige Behörde, ob das Gutachten nachvollziehbar ist. Die formalen und inhaltlichen Standards müssen erfüllt sein. Bestehen begründete Zweifel an der Objektivität oder werden diese Standards nicht beachtet, kann ein Gutachten von der Fahrerlaubnisbehörde abgelehnt werden, auch Positive!

 

 

 

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